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Buxtehuder SV feiert Bundesliga-Abschluss

Von Günther Bröde

Handball-Bundesliga Frauen Friederike Gubernatis wurde mit großem Vorsprung zur Spielerin des Jahres gewählt, links die zweitplatzierte Emily Bölk und Torhüterin Julia Gronemann als Dritte.

FotoHans Kall

Handball-Bundesliga Frauen Friederike Gubernatis wurde mit großem Vorsprung zur Spielerin des Jahres gewählt, links die zweitplatzierte Emily Bölk und Torhüterin Julia Gronemann als Dritte.

Handball: Nach 31:28 gegen Bad Wildungen werden Maxi Hayn und Annika Meyer verabschiedet. Nun geht es zum DHB-Pokal Final Four

Buxtehude. Sieben Sekunden vor Schluss trifft Maxi Hayn zum 31:28-Endstand gegen die Bad Wildungen Vipers. Es ist ihr vierter Treffer in ihrem letzten Bundesligaspiel und der perfekte Abschluss für die Rechtsaußen, die ihre Karriere nach zehn Jahren Bundesliga-Handball für den Buxtehuder SV beendet, für den mit der Qualifikation für den Europapokal die Saison 2016/2017 erfolgreicher endet, als zu Beginn der Saison zu erwarten war. Zur Pause hatten die BSV-Frauen schon deutlich mit 18:12 geführt, sechs Minuten vor Schluss hatten die personell arg dezimierten Gäste mit dem Treffer zum 26:26 ausgleichen können.

Dass es in ausverkaufter Halle trotzdem keine Zitterpartie mehr wurde, lag auch daran, dass dem Bundesliga-Dino Buxtehuder SV die Teilnahme am Europapokal in der neuen Saison schon vor Spielbeginn nicht mehr zu nehmen war. Der VfL Oldenburg als einziger Konkurrent, der den BSV-Frauen den vierten Tabellenplatz und damit die sportliche Qualifikation für den Europacup noch hätte streitig machen können, hatte vorher schon aus wirtschaftlichen Gründen auf den internationalen Wettbewerb verzichtet. Damit war die sportliche Brisanz nicht mehr gegeben, aber der sportliche Ehrgeiz der BSV-Frauen, sich mit einem Sieg und als Vierte aus der Bundesligasaison zu verabschieden, war dennoch deutlich zu spüren.

Aber sie taten sich schwer, bis 8:8 konnten die Vipers mithalten, zur Pause schien die Partie mit 18:12 für den Buxtehuder SV bereits entschieden. Erst recht fünf Minuten nach dem Seitenwechsel, als Buxtehude sogar mit 23:14 führte. Dann kam aber ein Bruch ins Spiel; Friederike Gubernatis leistete sich einen Patzer beim Siebenmeter und die Gäste kamen zu acht Treffern in Folge und sechs Minuten vor Schluss zum 26:26-Ausgleich. Da hätte das Spiel endgültig kippen können, doch die Vipers scheiterten in Person von Miranda Schmidt-Robben bei einer erneuten Ausgleichsmöglichkeit zum 28:28 an BSV-Torhüterin Antje Lenz und Emily Bölk hämmerte den nächsten Siebenmeter für den Buxtehuder SV gnadenlos ins Netz.

"Am Ende haben wir uns noch einmal zusammengerissen und auch etwas Glück gehabt", räumte BSV-Coach Dirk Leun ein und hatte zu bemängeln, dass seine Mannschaft noch immer nicht auf jede Situation gut vorbereitet ist. Es werde noch zuviel aus Bauch heraus gespielt. Leun sprach angesichts des Umstandes, dass vor einem Jahr gleich acht Spielerinnen verabschiedet wurden aber auch von einer "neuen BSV-Mannschaft", die sich in der Saison mit Höhen und Tiefen gut geschlagen habe. In diesem Jahr fällt der Umbruch wesentlich schwächer aus, verabschiedet wurden nach dem letzten Bundesligaheimspiel nur Maxi Hayn und Kreisläuferin Annika Meyer.

Maxi Hayn gehörte dem Buxtehuder Team an, das in 2010 den EHF-Challenge Cup gewinnen konnte und war beim Erfolg im DHB-Pokal in 2015 in Hamburg dabei. In dem europäischen Pokalwettbewerb zog sie sich im Viertelfinal-Rückspiel in Besancon (Frankreich) einen Kreuzbandriss zu und konnte die Halbfinal- und Endspiele nicht mehr mitmachen. Maxi Hayn hat in 219 Bundesligaspielen 404 Tore für den BSV geworfen. Mehr haben nur vier Spielerinnen überhaupt für den BSV absolviert. "2007 standen wir kurz vor dem Abstieg. Aber dann kam Maxi Hayn," rief BSV-Geschäftsführer und Manager Peter Prior bei der sehr emotionalen Verabschiedung seine Wertschätzung für das BSV-Urgestein ins Publikum.

Annika Meyer verlässt den Buxtehuder SV nach nur einem Jahr mit 73 Bundesligatoren, es zieht sie zurück in ihre Heimat Dänemark zu Kopenhagen Handball. Sie hat sich in Buxtehude in kürzester Zeit in die Herzen der Handballfans gespielt und will es unbedingt in die dänische Nationalmannschaft schaffen und spielt mit ihrem neuen Verein kommende Saison sogar in der Champions-League. Maike Schirmer, die vier Jahre mit der Kreisläuferin, davon drei Jahre beim VfL Oldenburg, in einer Mannschaft spielte, erinnerte Annika Meyer daran, dass sie gemeinsam noch den DHB-Pokal holen wollen.

Mindestens einmal müssen Haxi Hayn und Annika Meyer nämlich ihre müden Körper noch schinden; am Wochenende beim DHB-Pokal Final Four in Bietigheim. Dann treffen die BSV-Frauen am Sonnabend im Halbfinale nur zehn Tage nach dem letzten Bundesliga-Auswärtsspiel dort wieder auf den neuen deutschen Meister Bietigheim. Und wenn die Überraschung gelingt, können sie mit dem erneuten Einzug ins deutsche Pokalendspiel den Abschied aus Buxtehude mit einem weiteren Höhepunkt versüßen.

Zur besten Spielerin der Saison wurde von den Fans und einer Expertenkommission Friederike Gubernatis gewählt – vor Emily Bölk und Julia Gronemann. Dafür gab es Blumen auf der Party im Gildehaus. BSV-Nachwuchstalent Emily Bölk wurde vom Präsidenten des Hamburger Handball-Verbandes, Rolf Reincke, für ihre Erfolge mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

 

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Buxtehude bekommt Angst vor der eigenen Courage

Von Günther Bröde

Foto:Hans Kall

Nach langer Führung verlieren die Bundesligafrauen noch mit 29:33 beim deutschen Meister in Bietigheim.

Buxtehude. Die Handballfrauen des Buxtehuder SV müssen bis zuletzt um die Europapokal-Quali kämpfen. Der neue deutsche Meister SG BBM Bietigheim hatte letztlich auch gegen das Team von Trainer Dirk Leun die Nase vorn und bewahrte mit dem 25. Sieg im 25. Ligaspiel vor gut 700 Zuschauern seine blütenweiße Weste. Für den Buxtehuder SV hätte ein Punktgewinn gereicht, um sich den vierten Tabellenplatz zu sichern. Ein Remis lag bei der 29:33 (16:16)-Niederlage lange Zeit im Bereich des Möglichen.

Jetzt muss der letzte Zähler im letzten Bundesligaspiel am Sonnabend um 18 Uhr in der Halle Nord gegen Bad Wildungen geholt werden. "Das ist ein sehr unangenehmer Gegner. Aber wir wollen gewinnen, da gibt es keine Diskussion", lautet Leuns Ansage. Der BSV trifft auf die zweitschwächste Abwehr der Liga, bekommt es aber mit Laura Vasilescu (178 Tore) und Anouk Nieuwenweg (149) mit zwei "Tormaschinen" zu tun. Leun erwartet von seinem Team einen konzentrierten Auftritt.

Bei den Spielerinnen der SG BBM Bietigheim schien die Konzentration gegen Buxtehude etwas gestört, nachdem der Titelgewinn bereits feststand und die Finalspiele im EHF-Pokal verloren gegangen waren. Darauf hatten die Buxtehuderinnen spekuliert und konnten – auch dank ihrer starken Torhüterin Julia Gronemann – anfangs immer einen Treffer vorlegen. Bis zum 10:9 durch Lisa Prior hatte Dirk Leun bis auf die Keeperin und Friederike Gubernatis das komplette Team einmal ausgewechselt. Mit Kreisläuferin Annika Meyer, die sich mit einem Doppelpack zum 11:9 einfügte, konnte die Führung ausgebaut werden. Emily Bölk traf sogar zum 13:10 (25.).

Gegen Bad Wildungen fordert Trainer Dirk Leun einen Sieg

Doch Bietigheim wäre nicht die Übermannschaft der Liga, wenn sich das Team schon geschlagen gegeben hätte. Bald kassierte die eingewechselte Antje Lenz den 15:15-Ausgleich per Siebenmeter. Mit dem dritten Treffer in Folge ging Bietigheim kurz vor der Pause erstmals in Führung. Einem nach der Pausensirene von Friederike Gubernatis verwandelten Siebenmeter war es zu verdanken, dass es mit 16:16-Gleichstand in die Kabinen ging.

Nach dem Seitenwechsel kam Yara Nijboer nach ihrem Kreuzbandriss zum Comeback und dem ersten Bundesligaeinsatz. Die BSV-Frauen zogen durch drei Treffer in Folge von Isabell Kaiser, Lisa Prior und Maike Schirmer auf 20:17 davon, und bekamen offensichtlich etwas Angst vor der eigenen Courage. Jetzt reihten sich im Angriff nämlich Fehler an Fehler mit dem negativen Höhepunkt eines von Gubernatis an den Pfosten gesetzten Siebenmeters. Bietigheim riss mit einem 5:0-Lauf zum 22:20 (39.) die Führung wieder an sich. Im Angriff fanden die Buxtehuder Spielerinnen kein Mittel, die gegnerische Abwehr zu knacken. Die eigene Defensive dagegen erfüllte ihre Aufgabe streckenweise hervorragend, wie in einer Unterzahl nach Zeitstrafe gegen Gubernatis, die der BSV durch ein Tor von Annika Meyer mit 1:0 für sich nutzen konnte.

Maxi Hayn und Annika Meyer werden nach dem Spiel verabschiedet

Bei der nächsten Unterzahl allerdings, diesmal musste Meyer auf die Bank, spielte Bietigheim seine Routine aus und schenkte den BSV-Frauen drei Tore zum 31:26 (55.) ein. Das war die Vorentscheidung. Die Entscheidung um Bundesliga-Tabellenplatz vier zwischen dem Buxtehuder SV und VfL Oldenburg war damit auf den letzten Spieltag verschoben. Alle Spiele werden am Sonnabend um 18 Uhr gleichzeitig ausgetragen. Oldenburg spielt dann auswärts beim Tabellenachten Bayer Leverkusen.

Für Rechtsaußen Maxi Hayn, die in Bietigheim ohne Treffer blieb, ist das Heimspiel am Sonnabend gegen Bad Wildungen das letzte Bundesligaspiel im Trikot des Buxtehuder SV. Sie beendet mit 29 Jahren ihre Karriere nach zehn Jahren beim BSV in der 1. Bundesliga. "Zehn Jahre sind genug. Ich spüre meinen Körper, hatte in den vergangenen Jahren oft mit Schmerzen zu kämpfen," begründet sie ihre Entscheidung. Neben ihr wird Annika Meyer verabschiedet, die es in ihre Heimat Dänemark zurückzieht.

Quelle:Hamburger Abendblatt (gb)

 

 

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